Slavs and Tatars, Friendship of Nations – Polish Shi’ite Showbiz (2011), Detail, Sammlung Christian Kaspar Schwarm, Foto: Wolfgang Stahr
Ausstellung | 23.09.2017 - 18.02.2018

Junge Sammlungen 04

The vague space. Sammlung Christian Kaspar Schwarm
Er ist Strategieberater und Mitbegründer der Online Plattform „Independent Collectors“. Seine sich gegenwärtig stetig weiter und neu konturierende Sammlung umfasst vor allem internationale junge Kunst von Querdenkern. Liest man die Namen der Künstlerinnen und Künstler, die bislang Eingang in die Sammlung des Wahlberliners gefunden haben, findet man medienübergreifende Positionen und Werke mit einem hohen politischen und intellektuellen Anspruch. Zugleich gibt es auch ganze Räume umfassende, überaus sinnliche Installationen. Christian Kaspar Schwarm sieht das Sammeln von Kunst und seinen Austausch mit Künstlerinnen und Künstlern vor allem als Erfahrungsressource und Erweiterung seines Weltverständnisses. Für die Ausstellung ist vorgesehen, einen Teil der interdisziplinären Bibliothek des Sammlers, deren Bände natürlich Querverbindungen zu den ebenso übergreifenden Fragestellungen der gesammelten Kunstwerke erlauben, mit auszustellen.
Peter Piller, Bauerwartungsflächen, Schießende Mädchen, In Löcher blicken, Suchende Polizisten (Archiv Peter Piller, 2000-2006), Sammlung Christian Kaspar Schwarm, Foto: Wolfgang Stahr
Peter Piller, Bauerwartungsflächen, Schießende Mädchen, In Löcher blicken, Suchende Polizisten (Archiv Peter Piller, 2000-2006), Sammlung Christian Kaspar Schwarm, Foto: Wolfgang Stahr
David Horvitz, Mail Nothing to the Tate Modern (2010), Sammlung Christian Kaspar Schwarm, Foto: Wolfgang Stahr
David Horvitz, Mail Nothing to the Tate Modern (2010), Sammlung Christian Kaspar Schwarm, Foto: Wolfgang Stahr

Obwohl er seine Sammlung zum ersten Mal einer breiteren Öffentlichkeit vorstellt, denkt Christian Kaspar Schwarm eine Kunstsammlung von ihrem Ende her. Das Sammeln von Kunst, wie es bisher geschieht, bedarf seiner Ansicht also einer Revision. Und dies soll auch in der Präsentation sinnfällig werden. Zugleich sollen  Anstöße und Grundlagen dafür geschaffen werden, das Sammeln als solches und damit auch das Selbstverständnis des Sammlermuseums für die Zukunft neu zu diskutieren.

Künstlerinnen und Künstler

Fiona Banner, Nina Canell, David Horvitz, Jonathan Monk, Mario Pfeifer, Peter Piller, Slavs and Tatars, Michael E. Smith, Guan Xiao u.a.

 

Neues Ausstellungsformat

Mit der Reihe „Junge Sammlungen“ begann die Weserburg 2014 ein neues Ausstellungsformat. Gezeigt werden Kunstwerke aus einer jungen, bislang noch nicht in dieser Form an die Öffentlichkeit getretenen Privatsammlung. Das Museum ermöglicht seinen Besuchern die Teilhabe an ganz aktuellen Tendenzen internationaler Kunst und ihrem komplexen Gegenwartsbezug. Für die Weserburg garantieren diese im Entstehen begriffenen Sammlungen eine spannende Einsicht in das, was eine jüngere Generation bewegt. Zugleich gibt sie sich als „Sammlermuseum“ ein neues Profil für die Zukunft. Den Auftakt machte 2014 die Hamburger Sammlung Dominic und Cordula Sohst-Brennenstuhl mit der Ausstellung „Junge Sammlungen 01. Nullpunkt aller Orte“, gefolgt von der Sammlung von Kelterborn aus Frankfurt am Main mit „Junge Sammlungen 02. Komm und Sieh“ und dem Berliner Sammler Ivo Wessel mit "Junge Sammlungen 03. Der Raum zwischen den Personen kann die Decke tragen"

 


Eröffnung

22. September 2017, 19 Uhr
in Anwesenheit des Sammlers

SHOP

Junge Sammlungen 02

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