Grafische Arbeiten

Als grafische Arbeiten werden alle jenen Werke bezeichnet, deren Entstehung auf grafischen Techniken basieren, die als solche aber nicht als rein autonome Grafiken angesehen werden, da sie einen alltäglichen Gebrauch intendieren, der durch ihre Vervielfältigung unterstützt wird. Zu den grafischen Arbeiten zählen Künstlerpostkarten und Künstlerbriefmarken sowie künstlerisch gestaltete Aufkleber, Bierdeckel, Briefumschläge, Flaschenetiketten, Lesezeichen, aber auch Tattoos zum Aufdrucken oder Aufkleben.

Es handelt sich hier nicht um dreidimensionale Objekte und auch nicht um traditionelle grafische Formen. Dennoch beruhen diese grafischen Arbeiten auf traditionellen originalgrafischen und alternativen Techniken, wie maschinelle, elektronische und manuelle Druckverfahren.

Beim größten Teil der grafischen Arbeiten handelt es sich um Künstlerpostkarten und Künstlerbriefmarken, weswegen diese beiden Untergattungen extra dargestellt werden.

 

Künstlerpostkarten

Künstlerpostkarten sind Kunstwerke im Kleinformat von durchschnittlich 10,5 x 15 cm, dem Standardformat der Weltpostkarte. Sie dürfen nicht mit Kunstpostkarten verwechselt werden, auf denen ein beliebig ausgewähltes Werk eines Künstlers reproduziert wird. Dem gegenüber stellt die Künstlerpostkarte ein für die Veröffentlichung als Postkarte konzipiertes Kunstwerk dar. Künstlerpostkarten als Editionen in Auflage bildeten sich erst in den 1960er Jahren als künstlerisches Medium heraus.

Künstlerpostkarten entstehen entweder als maschinell hergestelltes Produkt oder als eigenhändiges Werk eines Künstlers. Sie erscheinen als einzelne Werke oder als Edition in einer kleinen Mappe. Dabei kann es sich dann um eine Sammlung verschiedener Postkarten handeln oder nur um ein konzeptionelles Werk bei dem alle Postkarten zusammen erst das Kunstwerk ausmachen. Die Formen und Techniken sind äußert vielfältig und reichen beispielsweise von Buchdruck, Offset, Lithografie, Siebdruck, der Verwendung von Aufklebern, Stempeln, Briefmarken, über die Zeichnung mit Bleistift oder Filzstift, Collagen aus Zeitung- oder Zeitschriftenausschnitten, bis hin zur Einbeziehung von kleinen dreidimensionalen Gegenständen.

 

Künstlerbriefmarken

Mit der Fluxus-Bewegung entstanden die ersten von Künstlern nach eigenen Vorstellungen gestalteten Briefmarken. Sie stellen autonome, grafische Kunstwerke im Kleinformat dar, konzipiert in der Art einer Briefmarke mit rein künstlerischem Wert. Künstlerbriefmarken entstehen in den unterschiedlichsten Formen und Techniken. Sie sind in der Regel keine normalen Briefmarken, und werden daher auch nicht als Postwertzeichen akzeptiert. Sie bilden kein Kunstwerk ab, sondern sind selbst Kunstwerk.

Es war nicht das Anliegen der Künstlerinnen und Künstler, offizielle Postwertzeichen zu schaffen, sondern das Monopol der Post auf Gestaltung dieser Wertzeichen in Frage zu stellen. Dabei nutzen sie die visuelle Aussagemöglichkeit des Mediums Briefmarke und spielen mit deren Statussymbol, denn die Briefmarke übernimmt stellvertretend klassische Repräsentationsfunktionen, sowohl für die Bedeutung eines Bildes, als auch für die Wichtigkeit eines Staates. Die Künstlerbriefmarke kann als einzelne Briefmarke, als Briefmarkenbogen oder als Carnet (Briefmarken-Heftchen) vorkommen. Zum größten Teil sind die Künstlerbriefmarken perforiert und gummiert. Doch können sie auch nur als ungummierte und unperforierte Fotokopie, Stempelarbeit oder Originalgrafik vorliegen.

 

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