ENTSTEHUNGSGESCHICHTE UND LEITBILD

 

Im November 2009 feierte das Zentrum für Künstlerpublikationen, das zu den bedeutendsten Institutionen für die Sammlung und Erforschung von Künstlerpublikationen weltweit gehört, sein 10jähriges Bestehen. Es wird von der Universität Bremen und der Weserburg | Museum für moderne Kunst getragen und ist eingebunden in ein Netzwerk von Museen, Archiven und Hochschulen international.

 

Zur Entstehung

Mit der Gründung und Eröffnung des Neuen Museums Weserburg Bremen 1991 ist eine Sammlung Künstlerbücher als museumseigene Sammlung des Sammlermuseums konzipiert worden. Die Konzeption des Gründungsdirektors Dr. Thomas Deecke und des für diese Sammlung zuständigen Gastkurators Guy Schraenen sah vor, eine Sammlung von Künstlerbüchern aufzubauen und erstmals nicht in der Bibliothek, sondern direkt im Museum zu präsentieren. Es wurde ein ca. 10 m² großer Raum als Schaulager und eine ca. 250m² große Ausstellungsfläche eingerichtet. Bezeichnet wurde dieser Bereich als „Ein Museum in einem Museum“. Die jährlich drei bis vier Ausstellungen konzipierte Guy Schraenen überwiegend aus dem Bestand seines privaten Archive for Small Press & Communication (ASPC). Mit Bettina Brach als Assistentin kuratierte er bis 2000 über 30 Ausstellungen und edierte eine 25 Ausgaben umfassende Katalogreihe.

 

Ende 1997 bekam Dr. Anne Thurmann-Jajes den Auftrag, die bis dahin bestehende Sammlung von ca. 3000 Künstlerbüchern, Künstlerzeitungen und Zeitschriften, inkl. Sekundärliteratur wissenschaftlich aufzuarbeiten. Gleichzeitig äußerte Guy Schraenen, sein Archiv verkaufen zu wollen. Da das Archiv künstlerische und dokumentarische Materialien beinhaltet und Künstlerpublikationen nur ansatzweise wissenschaftlich erforscht sind, nahm sie Kontakt mit der Universität Bremen auf, um Möglichkeiten zu eruieren, das Archiv für Museum und Universität nutzbar zu machen. Zusammen mit Dr. Sigrid Schade, Professorin der Kunstwissenschaft, arbeitete sie dann ein Konzept aus, um das ASPC und den weiteren Bestand zu erforschen und zu vermitteln. Auf der Basis einer gemeinsamen Erklärung von Universität und Museum unter der Moderation eines Vertreters der Stadt Bremen gelang es dann, das Archiv 1999 erwerben zu können. Dem besonderen Engagement des Präsidenten des Senats Dr. Henning Scherf ist es zu verdanken, dass der Ankauf des Archivs zur Hälfte von der Landesregierung finanziert werden konnte. Die weitere Finanzierung erfolgte mit Unterstützung der KulturStiftung der Deutschen Bank, dem Beauftragten der Bundesregierung für Kunst und Medien, der Karin und Uwe Hollweg Stiftung, dem Knecht-Drenth Fonds /Prins Bernhard Cultuurfonds, Amsterdam/Niederlande, den MuseumsFreunden Weserburg und privater Mäzene. Basierend auf dem ca. 40.000 Werke umfassenden ASPC wurde die Sammlung Künstlerbücher umbenannt in Studienzentrum für Künstlerpublikationen und 1999 unter der Leitung von Dr. Anne Thurmann-Jajes als selbständige Abteilung des Neuen Museums Weserburg Bremen (jetzt Weserburg – Museum für moderne Kunst) offiziell eingerichtet. Heute beherbergt die inzwischen in Zentrum für Künstlerpublikationen umbenannte Institution über 200.000 publizierte Kunstwerke.

 

Leitbild – Unsere Vision

Das Zentrum für Künstlerpublikationen vermittelt in seiner Funktion als Archiv, Forschungsinstitut und Museum das Bild einer vervielfältigten, publizierten und veröffentlichten Kunst, die für jedermann zugänglich ist und für Offenheit, Kommunikation und Freiheit in einer global und medial orientierten Gesellschaft steht.

In diesem Sinne stehen wir, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, für einen offenen Dialog. Über kulturelle und politische Grenzen hinweg entwickeln wir Kooperationen. Durch unsere Ausstellungen und Projekte entsteht Neues und Außergewöhnliches, weil Menschen kreativ zusammenarbeiten und neue Ideen entwickeln.

Wir verbinden Kultur, Bildung und Wissenschaft und vertrauen auf die Kraft der Kunst, die Fragen stellt und auch verstören darf. Wir zeigen die Bedeutung der bildenden Kunst und ihrer medialen Kontexte für die Gesellschaft unserer Zeit auf.

 

Unsere Aufgaben

  • Wir präsentieren, vermitteln, erforschen und sammeln Künstlerpublikationen, um sie als Kulturgut zu sichern. Wir verorten sie im Kontext ihrer gesellschaftlichen und politischen sowie ökonomischen Implikationen, denn in den publizierten Kunstwerken manifestiert sich das internationale Netzwerk einer alternativen Kunstszene jenseits aller politischen Schranken.
  • Wir schaffen Zugang zu Wissen und Information über Künstlerpublikationen in Deutschland und bringen unsere Kenntnisse, Positionen und Erfahrungen international zur Geltung. Wir initiieren und unterstützen Grundlagenforschung zum kulturellen, historischen und medialen Kontext von Künstlerpublikationen und arbeiten auf eine wissenschaftliche Erschließung unserer Archive und Sammlungsbestände hin.
  • Wir zeigen die Bedeutung von Künstlerpublikationen für eine gesamteuropäische Kulturgeschichte und ihre Verortung im internationalen Kontext auf, denn Künstlerpublikationen stellen die erste gemeinsame europäische Kunstgeschichte nach dem 2. Weltkrieg dar.

 

Unsere Arbeitsweise

Wir verwirklichen in partnerschaftlicher Zusammenarbeit interdisziplinäre Kunstprojekte, die eine nachhaltige Wirkung hervorrufen. Unser weltweites Netzwerk steht für hohe Qualität und direkten Kontakt. Wir verbinden KünstlerInnen, BesucherInnen, KritikerInnen, WissenschaftlerInnen, Studierende und MuseumsmitarbeiterInnen, um neue Herausforderungen bewältigen zu können.

Ganz im Sinne der Vorstellungen einer Enthierarchisierung und Demokratisierung von Kunst, die die Künstlerinnen und Künstler im Kontext der Entstehung von Künstlerpublikationen entwickelten, pflegen wir das Prinzip flacher Hierarchien und respektvoller Zusammenarbeit.

 

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