Blickt man auf diejenigen, die das Kabinett seitdem auf besondere Weise bespielt haben zurück, entdeckt man in ihren Reihen vornehmlich wohlklingende Namen von Künstlerinnen und Künstlern, deren Werke auf der documenta oder in anderen wichtigen Ausstellungen und Museen der Gegenwartskunst zu sehen waren bzw. sind. Darunter Gerhard Richter, Blinky Palermo, Sol LeWitt, Daniel Buren, Giovanni Anselmo und Giuseppe Penone – um nur wenige zu nennen. Doch Wesseler hat die meisten dieser inzwischen sehr renommierten Künstler bereits Jahre vor ihren ersten documenta-Auftritten in die Hafenstadt zu locken vermocht, er hat es mit seinem besonderen Engagement geschafft, sie für das kleine Ladenlokal zu begeistern und dort ihre Spuren zu hinterlassen.
Diese Bremerhavener Pionierleistungen setzen sich auch in der Gegenwart fort. Namen wie Gregor Schneider, Andreas Slominski, Anri Sala, Ceal Floyer, Silvia Bächli und andere zeigen, dass das Kabinett auch gegenwärtig am Puls der Zeit arbeitet, ohne dabei den „Mainstream“ widerzuspiegeln. Und immer wieder sind es jüngere, bislang noch nicht sehr populäre Positionen vornehmlich aus dem Umfeld der Conceptual- und Minimal Art (und verwandter Strömungen), die hier fern der großen Kunstzentren der Welt gezeigt werden. Wesseler arbeitet zudem höchst engagiert im Vorstand des Bremerhavener Kunstvereins, hat inzwischen mit seinen Mitstreitern eine kleine aber feine Sammlung aufgebaut und konnte sich (und anderen kunstbegeisterten Bremerhavenern) vor wenigen Jahren einen Traum erfüllen: Ein Museum, das die gesammelten Werke des Kunstvereins Bremerhaven in angemessener Form öffentlich macht.
Die Weserburg widmet der Geschichte des Kabinetts für Aktuelle Kunst und damit der engagierten kuratorischen und sammlerischen Tätigkeit von Jürgen Wesseler 2012 eine eigene Ausstellung. In einem Rückblick auf die letzten 20 Jahre Kabinettsgeschichte sollen wichtige Positionen der seit 1992 in Bremerhaven ausgestellten Künstlerinnen und Künstler und andere herausragende Werke aus Privatsammlungen zusammengefasst und in spannende Dialoge miteinander gebracht werden. Dass dies ausgerechnet in Bremens Sammlermuseum für Gegenwartskunst geschieht (wie übrigens 1992 bereits einmal zuvor), mag ein deutliches Zeichen dafür setzen, dass es eben nicht nur wirtschaftliche Beziehungen zwischen Bremerhaven und Bremen, sondern auch einen über die Grenzen der Region ernst zu nehmenden kulturellen Austausch gibt, von dem beide Städte nur profitieren können. Die Ausstellung wird großzügig durch die Bremer Landesbank und den Senator für Kultur unterstützt.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.
Mit großzügiger Unterstützung von:

SHOP
ÖFFNUNGSZEITEN
Dienstag, Mittwoch und Freitag 10-18 Uhr
Donnerstag 10-21 Uhr
Samstag und Sonntag 11-18 Uhr
Montag geschlossen
[mehr]
EINTRITTSPREISE
Erwachsene EUR 8
Ermäßigt EUR 5
Familien EUR 14
[mehr]
KONTAKT
0049-(0)421-59839-0
[mehr]
NEWSLETTER
Gerne informieren wir Sie über die Aktivitäten der Weserburg.
[kostenlos bestellen]
Facebook Weserburg