Sejla Kameric, BFF, 2015, Foto: Edvin Kalic
Ausstellung | 30.03.2019 - 05.01.2020

So wie wir sind

So wie wir sind markiert den Auftakt einer deutlich ablesbaren Konzeptverschiebung innerhalb der Ausstellungen des Museums Weserburg. Auf den Ebenen 1 und 2 wird zukünftig eine längerfristige Präsentation gezeigt, die sich aus der Vielzahl der mit dem Haus verbundenen Sammlungen speist. Dabei werden diese jedoch nicht räumlich voneinander getrennt, sondern Arbeiten aus unterschiedlichen Kontexten miteinander in einen Dialog gebracht. Das Ergebnis ist ein einmaliger und Weserburg-spezifischer Einblick in die Gegenwartskunst von den 1960er Jahren bis heute, der sich nicht chronologisch, sondern nach Themensetzungen und formalen Kriterien entwickelt und das darstellt, was das Haus im Kern ausmacht. Die Schwerpunktsetzungen, die in der Weserburg seit ihrer Gründung besonders im Bereich von Minimal- und Concept Art, Fluxus und Konkreter Kunst liegen, werden hier schrittweise ins Jetzt weitergeführt, Vergangenheit und Gegenwart zueinander in Beziehung gesetzt, Weiterführungen oder Brüche offengelegt. Damit steht die Ausstellungsreihe So wie wir sind für einen musealen Umgang mit privaten Sammlungen, indem deren Werke nachhaltig und unter kunstgeschichtlichen Fragestellungen in die Präsentationen eingespeist werden.
André Thomkins Die Seherin von Prevorst, 1971
Ausstellung | 04.05.2019 - 11.08.2019

André Thomkins

Die durch die Stiftung Karin und Uwe Hollweg möglich gemachte Sicherung der Sammlung Gerstner für das Museum Weserburg wird zum Anlass, einen der Künstler in den Blick zu nehmen, der mit einem umfangreichen Konvolut dort vertreten ist: den Schweizer André Thomkins (1930-1985). Dieser virtuose Zeichner und sprachliche wie technische Experimentierer war den Künstlern um Fluxus und Konkrete Kunst nah, ohne dass sich sein Werk diesen Richtungen ganz zuschlagen ließe. Vielmehr verankert es sich in frühen Strömungen wie Dada und Surrealismus, um zu sehr eigenständigen, humorvoll wie feinsinnigen Bildfindungen zu gelangen. Die Ausstellung erweitert die Arbeiten aus der Sammlung Gerstner mit denen aus Bremer Privatsammlungen und dem Nachlass aus Zürich und gibt so einen variantenreichen Einblick in das Schaffen dieses Ausnahmekünstlers.
Ausstellung | 25.05.2019 - 11.08.2019

Meisterschüler*innen

Für die präsentierten Künstler*innen ist die Ausstellung beides: krönender Abschluss ihres Studiums und Aufbruch zu neuen Ufern. Vertreten ist die gesamte mediale Breite von Zeichnung, Malerei und Skulptur bis hin zu raumgreifenden Installationen, Video und Performance. Die Ausstellungen der Meisterschüler*innen der HfK Hochschule für Künste, die seit 2011 jährlich in der Weserburg stattfinden, geben einen facettenreichen Einblick in die Qualität und Vielfalt der aktuellen Kunstproduktion Bremens. Ein besonderer Höhepunkt ist die Verleihung des Karin Hollweg Preises. Mit insgesamt 15.000 Euro dotiert gehört er zu den wichtigsten Kunstförderpreisen an deutschen Kunsthochschulen. Die Hälfte des Preisgeldes ist für eine institutionelle Einzelausstellung in Bremen reserviert.
Andrea Bowers, Trust Women, 2018
Ausstellung | 28.09.2019 - 09.02.2020

Andrea Bowers

Das Schaffen von Andrea Bowers (*1965, lebt in Los Angeles) verortet sich zwischen den Polen von Kunst und politischem Aktivismus, ohne sich je ganz dem einen oder anderen zu verschreiben. Seit Jahren arbeitet Bowers über Formen gewaltlosen Protests, zivilen Ungehorsams und Themen wie das Recht auf Abtreibung, die Verbreitung von Kernwaffen, Aids oder die #MeToo-Bewegung. Dabei verliert ihre Annäherung nie aus dem Blick, dass ihre (Re-)Konstruktionen Bestandteil des Systems Kunst sind. In intensiven Rechercheprozessen deckt sie die gesellschaftlichen Konstruktionen hinter den teils erbittert geführten Debatten auf, gibt den Individuen eine Stimme und bindet die Resultate in direkte, sprechende und formal-ästhetisch überzeugende Bilder. Andrea Bowers Schaffen war bereits in zahlreichen internationalen Ausstellungen zu sehen. Die Präsentation in der Weserburg verbindet ältere Arbeiten mit einem neuen, umfangreichen Projekt und entsteht in Kooperation mit dem Museum Abteiberg Mönchengladbach, wo sie im Anschluss zu sehen sein wird. Es handelt sich dabei um Bowers erste große Museumsausstellung in Deutschland.

Führungen

Cindy Sherman
Sonntag 18.November, 15.00 Uhr 

What paradise? Sammlung Peters-Messer
Donnerstag 22.November, 18.00 Uhr 

ausschweifend faul & zornig zaudernd
Sonntag 25.November, 15.00 Uhr 

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Mir ist das Leben lieber. Sammlung Reydan Weiss.
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