
Neben Aspekten wie Bedeutungszuwachs und Wertsteigerung wird hier auch der künstlerische Gegenpol – die Demystifizierung – behandelt. Er wird hauptsächlich durch die Produzenten selbst erzeugt, um so den „Glauben ans Spiel“, an das kunstimmanente Illusio zu unterbinden, Wertzuschreibungen zu hinterfragen und die andere Seite des Systems anschaulich zu machen. Dabei sind derartige künstlerische Praktiken, die sich einer Demystifizierung der Kunst verschreiben oftmals auch der Motor für Grenzverschiebungen in der Kunst. Verbindungen von Kunst und Alltag führen unter anderem zu einer Neudefinition des Kunstbegriffs. Anhand exemplarischer Kunstwerke soll auch diese Seite veranschaulicht werden, die vor allem von Kunstströmungen wie Fluxus, Concept Art und Mail Art thematisiert wurde.
Das Spektrum aller dargestellten Positionen zur Thematik „Mystifizierung und Demystifizierung“ reicht von „Jeder Mensch ist ein Künstler“ (Beuys) bis „Jeder Künstler ist ein Mensch“ (Kippenberger) – so sind unter anderem Werke von Joseph Beuys, Marcel Duchamp, Michael Gibbs, Klaus Heid, Martin Kippenberger, Piero Manzoni, monochrom, Papergirl, Ed Ruscha, Timm Ulrichs, Ben Vautier und Andy Warhol vertreten.
In Kooperation mit Master Studierenden des Studiengangs Kunst- und Kulturvermittlung an der Universität Bremen

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