Zum 75sten Jubiläum lässt die Konzertreihe REM elektronische Musik handwerklich vermitteln. Das Trio Syntjuntan aus Schweden setzt sich aus den Musikerinnen Ida Lundén, Lise-Lotte Norelius and Ann Rosén zusammen. Syntjuntan vermittelt elektronische Musik via Workshops, in denen Synthesizer – nicht gelötet oder geschraubt – sondern genäht werden. Anschließend erarbeitet die Gruppe mit den TeinehmerInnen einen konzertanten Auftritt. In zwei Workshops vor der langen Nacht der Museen werden 20 Jugendliche die Möglichkeit haben, einen Synthesizer zu basteln. Ein weiterer Workshop am Freitag abend ist nach Voranmeldung für jedermann zugänglich.
Eine Veranstaltung im Rahmen der Langen Nacht der Museen.
Frédéric Acquaviva ist Klangkünstler und Komponist experimenteller Musik. Seine chronopolyphonen Installationen werden in Galerien und Museen (Palais de Tokyo, Centre Pompidou, Musée des Beaux-Arts in Nantes...) sowie an alternativen Orten gezeigt. Acquaviva liebt ungewöhnliche Präsentationsformen und erforscht in seinen verwirrenden Kreationen stets neu das Verhältnis von Stimme und Sprache, von Klang und Sinn sowie die Idee, den Körper in die musikalische Komposition zu integrieren, der jedoch während der Aufführungen (Akusmatik und Installationen) abwesend ist.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Institut français.
Eintritt: 5 €
LIVE: BORBETOMAGUS
Nach 25jähriger Abstinenz betritt die New Yorker Improv-Noise-Legende BORBETOMAGUS wieder deutschen Boden. Die Musik des Trios ähnelt der einer Gruppe startender Düsenjäger, was der Tatsache geschuldet ist, dass man die in brötzmannscher Tradition malträtierten Saxophone vornehm über Marshall-Türme verstärkt. Neben der Arbeit als Trio hat BORBETOAGUS immer wieder mit anderen Musikern kollaboriert, darunter Voice Crack, Peter Kowald, Hijokaidan oder Thursten Moore. Anlass der Europatour ist das 30jährige Jubiläum der Band.
Mit Jim Sauter und Don Dietrich, Saxophone
Donald Miller, E-Gitarre
und vom Medium John Cousins (Neuseeland): Christmasmusic (1973)
Eintritt: 5,- Euro
Eva Reiter: Neues Stück (2009) für Flöte und Elektronik
Eva Reiter: Nasszelle (2006) für Paetzold-Kontrabassblockflöte
und Tape (2006) [atomart #2]
Brian Ferneyhough: Mnemosyne (1986) for Bass Flute and pre-recorded Tape
Stephan Froleyks: My personal flute orchestra (2001) für Flöte, Mikrofon,
Aufnahme und als Elektronische Intermezzi:
Henri Chopin: Le Corps (1966) Part1-3
Carin Levine (USA/Deutschland), Flöten
Eva Reiter (Österreich), Blockflöten und Elektronik
Das Konzert wird von Radio Bremen / nordwestradio mitgeschnitten
Eintritt: 5,- Euro
Neue Elektroakustische Musik aus Bologna vorgestellt von Lelio Camilleri (Florenz). Es ertönen Stücke von: R. Castagnola, L. Mastandrea, F. Giomi, M. Biscarini und L. Camilleri. Desweiteren und dazwischen: Préludes von Ilhan Mimaroglu aus den Jahren 1966/67.
Eintritt: 5,- Euro
Heins Hoffman-Richter (Frankreich?): Symphony for Tape Delay, IBM Instruction Manual, & Ohm Septet:
1st movement: Milkshake/4th Movement: Send out the clowns (1974)
Monika B. Beyer: [resolume_#3] Video (2006)
Lilian von Haußen: Helas merci (UA)
und LIVE:
Monika B. Beyer & Lilian von Haußen (Deutschland): [Luft]erscheinung (2008)
Licht- und Klangperformance.
Das Konzert findet in der GAK | Gesellschaft für aktuelle Kunst statt.
Haswell/Hecker (England/Deutschland): Blackest ever Black (2007) für UPIC
Iannis Xenakis (Frankreich) Mycenae Alpha (1978)
Klangregie: L. v. Haußen und C. Ogiermann
1978 entwickelte Iannis Xenakis das legendäre UPIC-System, eine zu damaliger Zeit einmalige Möglichkeit, grafische Bilder in Klänge umzusetzen. Auf einem Bildschirm kann der Benutzer mit Hilfe eines Magnetstifts seine Partitur malen. Das Programm setzt die Zeichnung den eingestellten Parametern entsprechend um. Jeder kann das System bedienen, nachhören, korrigieren, experimentieren.
UPIC wird bis heute genutzt, nicht zuletzt wegen seines charakteristischen Klangs. REM präsentiert zwei Stücke aus frühester und jüngster Zeit. Iannis Xenakis’ Mycenae Alpha von 1978 ist wahrscheinlich das erste mit diesem System produzierte Stück. Die im Noise-Kontext ansässigen Musiker Russell Haswell und Florian Hecker haben mit Blackest Ever Black ein monumentales Opus geschaffen, das aus der Vielzahl an UPIC-Produktionen der letzten Jahre heraussticht.
Hainer Wörmann (BRD): Teil 1 M 95/6 und Teil 4 W 87/1 aus: man hört was man hört für Tonband (1987/1988) und ein neues Stück (noch ohne Titel) für Tonband (2008) im Auftrag von REM: Hainer Wörmann, Klangregie und:
Philippe Carson (Frankreich): Phonologie (1962)
Luc Ferrari (Frankreich): Étude aux sons tendus (1958)
und: Étude fl ouet (1958)
Beatriz Ferreyra (Frankreich): Mer d´Azov (1963)
Michel Phllippot (Frankreich): Étude no.1 (1952)
Luctor Ponse (Niederlande): Etude–1 (1964/65)
Akira Tamba (Japan/Frankreich): Étude no. 2 (1962)
Bruno Maderna (Italien): Continuo (1959)
Christof Migone (USA): Headhole (1990–95)
Das KONZERT 63 findet als Konzert 3 der Reihe REMinOL am 17. Dezember 2008 um 20 Uhr in Oldenburg seine erste Aufführung. Den Spielort entnehmen Sie bitte der Tagespresse oder unter www.klangpol.de
Veranstaltungsort: Weserburg | Museum für moderne Kunst
Porträt Robert Lepenik (Österreich) u.a. mit einer vollständigen Aufführung von Atoll K. (2000)
LIVE: Robert Lepenik, Klangregie
und:
Rolf Dieter Brinkmann (BRD) aus: Wörter Sex Schnitt
Aufnahmen des Jahres 1973
Das KONZERT 62 wird als Konzert 2 der Reihe REMinOL am 28. November 2008 um 20 Uhr in Oldenburg wiederholt. Den Spielort entnehmen Sie bitte der Tagespresse oder www.klangpol.de
Veranstaltungsort: GAK | Gesellschaft für Aktuelle Kunst
LIVE: Sisto Rossi
aka Brain Damage aka Wall of Noise (BRD)
LIVE: Serge Baghdassarians (BRD)
Eine Rauminstallation mit den Stücken:
- kritische masse - aerobic exercise - folia - downbeat
(2007–2008)
B. A. Zimmermann (BRD): Tratto II (1970)
Charlemagne Palestine (USA): Tymbral for Pran Nath
(1970)
Das KONZERT 61 wird als Konzert 1 der Reihe REMinOL am 31. Oktober 2008 um 20 Uhr in Oldenburg wiederholt. Den Spielort entnehmen Sie bitte der Tagespresse oder www.klangpol.de
Veranstaltungsort: Weserburg | Museum für moderne Kunst und GAK | Gesellschaft für Aktuelle Kunst
live: AUBE
"I don't think of myself as a musician or an artist. I'm a designer. I therefore consider my sound works to be designs as well." (Akifumi Nakajima) Der Japaner Akifumi Nakajima, einer der wichtigsten Erzeuger von Klangwelten des Ambient und Noise, hat unter dem Namen AUBE seit 1991 etliche Tonträger mit experimenteller elektronischer Musik veröffentlicht, deren Hüllen er selbst künstlerisch gestaltet.
medial: Jean Dubuffet: La fleur de barbe (1960/61), Temps radieux (1960/61)
Erst nach seinem Tod wurden die musikalischen Werke des Malers und Bildhauers Jean Dubuffet (1901–1985) entdeckt. Seit 1960 waren in Zusammenarbeit mit dem dänischen Maler Asger Jorn 20 Tonbandstücke entstanden. Sie dokumentieren Improvisationen innerhalb derer Dubuffet und Jorn sich neben ihren Stimmen auch einer bunten Auswahl an Instrumenten aus aller Welt bedienten.
Guy Debord & Friends: Situationisten Double - 7'' (1957)
Guy Debord (1931–1994) war 1957 einer der Mitbegründer der "Situationistischen Internationale" [S.I.]. In der revolutionären Bewegung agierten Künstler und Theoretiker bis 1972 in Europa und trugen mit ihren Schriften und Aktionen zur Radikalisierung des Aufstands im Mai 1968 in Frankreich bei.
Veranstaltungsort: GAK | Gesellschaft für Aktuelle Kunst
Live: Donna Parker (USA), Lilian von Haussen (Deutschland)
Tonbandmusik: Elsa Justel (Frankreich)
Donna Parker
Hinter dem Pseudonym Donna Parker verbirgt sich die gebürtige Bostonerin Mary Staubnitz. Ihre Live-Auftritte bestehen aus reinen Noiseimprovisationen mit Verstärkerfeedback. Ihr Konzert in der Reihe Elektronischer Musik war ihr erster Auftritt in Deutschland.
"Having abandoned the guitar itself, [Donna] uses only guitar effects pedals to create compact, trancelike improvisations that combine whirling rhythmic figures, waves of feedback and the entropic effect of decaying systems.” (Bob Bannister, Time Out New York)
Lilian von Haussen
Konzerttätigkeit in den Bereichen Alte Musik, freie Improvisation, Theater, Tanz, Performance, Hörspiel, freie Kunst, neue Musik und elektronische Musik (eigene Werke und Zusammenarbeit mit Komponisten, zahlreiche Uraufführungen) mit Konzerten, Projekten, Radioproduktionen und Mitschnitten im In- und Ausland. Lilian von Haussen stellte beim REM Konzert "Debutante" ein neues Liveprogramm mit dem Titel "me, my sister and myself" vor.
Elsa Justel
Die aus Argentinien stammende Elsa Justel ist Professorin der Musikerziehung und Chorleitung. Sie studierte Komposition und Elektroakustik in Buenos Aires sowie Ästhetik und Kunstwissenschaft in Paris, wo sie seit 1988 lebt und an der Universität von Marne La Vallée elektroakustische Komposition lehrt. REM präsentierte zum ersten Mal in der Reihe ein elektronisches Stück von Elsa Justel.
Ein Konzert in Kooperation mit der Spedition Bremen.
Veranstaltungsort: Spedition, Am Güterbahnhof, Bremen
Asmus Tietchens
Der Hamburger Avantgarde Komponist Asmus Tietchens gehört zu den wichtigsten und einflussreichsten Persönlichkeiten der elektronischen Musik und Klangbearbeitung in Deutschland. Seit er in den 1970er Jahren mit seiner Band Lilienthal musizierte, veröffentlichte er mehr als 70 LPs/CDs auf Labeln in der ganzen Welt (Staalplaat, Multimood, line, aufabwegen, Die Stadt, Soleilmoon, Korm Plastics, United Dairies etc.) und arbeitete mit den verschiedensten Musikern zusammen (Thomas Köner, Vidna Obmana, Okko Bekker, Achim Wollscheid etc.). 2003 gewann er als erster Komponist außerhalb der Neuen Musik den Karl Sczuka Preis für eine radiophone Komposition bei den Donaueschinger Musiktagen. Den Preis erhielt er für seine »Sechs Heidelberger Studien«, bei denen er die Geräusche des Heidelberger Tiegels in seine Soundkompositionen transformierte.
Live-Auftritte des Hamburgers sind selten. Das REM Konzert war sein erstes Konzert in Bremen seit über fünf Jahren.
Für Diesen Abend
ist ein musikalisches Zusammentreffen von Stefan Funck und Gregory Büttner (beide aus Hamburg). Jeder für sich am Rechner tätig, treffen sie sich regelmäßig, um ihre Ergebnisse aus Feldaufnahmen, Störgeräuschen und Computergeneriertem zusammenzubringen. Sie erforschen die akustischen Möglichkeiten, bauen Klangräume und inszenieren Hörfilme.
Das erste "Für Diesen Abend" Konzert fand im Sommer 2001 im Kochblock in Hamburg statt (ihr Konzert im Herbst 2000 als Meditationsgruppe Rasenmäher wird nicht mitgezählt).
Veranstaltungsort: mib - musiker initiative, Buntentorsteinweg 112, Bremen
DIAPHANY Since forever I have been searching for the sound within the sound within the sound. As a free Jazz pianist, what fascinated me was the suspended. almost static slowness that unfolds in its high density and extreme speed.
RAUSCHEN (NOISE) I take all tones — and because I like them all 1 don't remove any of them. A tone removed from somewhere would simultaneously emerge somewhere else. This is all I do: redistribute everything in the space, which nevertheless always remains everything. In a sense nothing is composed except the space - and the disappearance.
Peter Ablinger (Auszug aus dem CD booklet)
CISFINITUM ist eines der am längsten bestehenden Moskauer Industrial/ Experimental/ Elektronik - Projekte (Gründung 1989) und steht für die russische Variante des so genannten "ambient Industrial", "drone" oder "dark ambient". Als "dark ambient" bezeichnet man in der neueren elektronischen Musik seit einigen Jahren die "dunkle" Seite der atmosphärisch-experimentellen Musik, bei der es oft weniger um den Ablauf der Komposition geht, als vielmehr um die Schaffung "bewusstseinsverändernder" Atmosphären mit Hilfe von Klang. Hinter CISFINITUM steckt Evgueny Voronovsky, ein ausgebildeter Violinist, der neben konkreten und instrumentellen Klangquellen auch alte sowjetische Synthesizer in neuem Kontext benutzt (wie auf der letzten CD-Veröffentlichung "BEZDNA" [Monochrome Vision]), z.B. den legendären ANS. CISFINITUM (="Jenseits des Endlichen") ist ein Text (1930) & Begriff des russischen Dichters Daniil Charms, der für die "Logik der unendlichen Nicht-Existenz" steht: das was hinter dem Verstandesmäßigen liegt. Die Endlichkeit der logischen Welt wird durch die Logik selbst nachgewiesen.
Ein Konzert in Zusammenarbeit mit Stefan Knappe, Drone Records, Bremen und der Bremer Dom Musik.
Veranstaltungsort: St. Petri-Dom, Bremen
Musik: Kevin Drumm
Ein kompromissloser Blick auf die Art und Weise, wie Privatsphäre, Sicherheit, Komfort und Überwachung unsere Umwelt bedingen. Komplett nachts gedreht konfrontiert der Film die hermetische Natur mittelständischer Gemeinschaften und seziert die Angst hinter dem gegenwärtigen suburbanen Stadtbild Amerikas. Eine auf Isolation basierende Angst: schützt uns vor Menschen, die nicht sind wie wir.
"Kick That Habit" Peter Liechti Schweiz 1989
Ein Tonfilm mit den Musikern Norbert Möslang und Andy Guhl"The Flicker" Tony Conrad USA 1966
Ein Film der nur aus abwechselnden schwarzen und weißen Filmbildern besteht. Bei der Projektion erzeugen die Hell- und Dunkelsequenzen, die in veränderlichen Rhythmen alternieren, stroboskopische und flimmernde Effekte. Diese können beim Betrachten optische Eindrücke wie Farb- oder Formensehen hervorrufen. Der Film stimuliert dabei physiologische anstelle psychologischer Eindrücke indem er nicht die Sinne anspricht, sondern direkt neurale Reaktionen auslöst. Tony Conrad, der sich intensiv mit der Physiologie des Nervensystems beschäftigt hat, hat mit "The Flicker" eine Ikone des strukturellen Films geschaffen, die ganz ohne narrative oder reproduzierende Bilder auskommt. Denn diese werden nicht durch das Auge aufgenommen, sondern erst im Gehirn produziert. (Heike Helfert)Ein Programm in Zusammenarbeit mit Michael Hohendorf, twisted knister und dem Kino 46, Bremen
Veranstaltungsort: Neues Museum Weserburg Bremen
Live-Performance mit C.D. (Christian Dergarabedian) (Argentinien / Spanien)
Christian Dergarabedian, geboren in Buenos Aires und wohnhaft in Barcelona, spielt seit 1991 in verschiedenen Formationen, wie Nuegado de Serpientes und reynols, Musik zwischen noise, collage, Improvisation und elektroakustik. Drone Records beschreibt seine Musik wie folgt: ...endless thick waves of overwhelmimg drones shaping up to this digital ambience that sounds purely organic.
Christian Dergarabedian wird präsentiert in Zusammenarbeit mit Drone Records. (www.dronerecords.com)
Und:
Carlfriedrich Claus: Basale Sprechoperationsräume (1996), Band 1
"Ich sehe sowohl die Entfesselung der objektiven "Sprechklänge", wie auch die Entfesselung des ausgesprochen "subjektiven" Faktors im Sprechen, d.h. der wechselnden, papillarliniendurchlaufenden Affektlandschaft und ihre Montage, als einen Prozeß, der zur Formierung von Botschaften führt, die mehr und mehr organische, existenziell-universale Musik werden..." (CC)Ein Programm in Zusammenarbeit mit Stefan Knappe, Drone Records, Bremen. Das Konzert wurde von Radio Bremen / Nordwestradio mitgeschnitten.
Veranstaltungsort: Neues Museum Weserburg Bremen
Gottfried Michael Koenig: TERMINUS II (1966/67)
"In Terminus habe ich mich bemüht "Handarbeit" - damit meine ich das Aufnehmen und Bearbeiten einzelner Klänge – zugunsten mechanischer Produktionsprozesse soweit wie möglich zu reduzieren. Ich begann mit Sinus-Glissandi zu experimentieren und kombinierte sie zu einem simplen Grundmodell. Darauf folgte eine mechanische Ableitungsprozedur, die ich "seriell" nenne. Jede Ableitung (z.B. durch Filterung, Modulatuion, Zerhacken oder Verhallen) gab die Basis für die nächste ab. So erzeugte ich "Generationen"... (G.M.K.)Jan van Hasselt: "10 Stücke Computer" (2004, Uraufführung)
Die Möglichkeiten des Computers zur Echtzeitmanipulation von Tönen können eine Überforderung darstellen. Der Macher lehnt sich nicht mehr zurück. Die Black Box ist viel zu schwarz. Zu viele Möglichkeiten stehen noch offen. Man kann aber anachronistisch mit dem Computer umgehen. Für jeden Arbeitsschritt wechselt man die Software, die Bit-Rate oder das Betriebssystem. So als wären es vollkommen unterschiedliche Geräte mit unterschiedlichem Charakter.Kevin Drumm: "Land of Lurches 1" (2003)
"The piece is made using guitar, oscillator, white noise and computer assistance, begins with heavily phased white noise crescendo, ascends, then it descends. Table top guitar loops that sound like growling voices (these are not vocals!!, nor death metal samples like some people think!) - onslaught of full monotonous dirt enters, the piece finishes. piece is made using guitar, oscillator, white noise and computer assistance.” (K.D.)Jan van Hasselt: Klangregie
Veranstaltungsort: Neues Museum Weserburg Bremen
Coriún Aharonián (Uruguay): Gran tiempo (1974)
für 2-kanaliges TonbandAlistaire Zaldua (England/Deutschland): image invisible (1997)
für 6–kanaliges TonbandClaus-Steffen Mahnkopf (Deutschland): void – mal d'archive
Raum-Klang-Komposition (2002/2003)
für 8–kanaliges TonbandAlistaire Zaldua und Christoph Ogiermann: Klangregie
Veranstaltungsort: Neues Museum Weserburg Bremen
Brigitte Robindoré: L`Autel de la Perte et de la Transformation (1993)
Realisiert am UPIC des CCMIX (Centre de Création Musicale Iannis Xenakis), Paris. Das UPIC (Unité Polyagogique Informatique du CEMMAMu) ist ein Computermusik-System, das nicht einer Tastatur, wie bei herkömmlichen Synthesizern, sondern mit einem elektromagnetischen Stift auf einer graphischen Oberfläche bedient wird."...das Stück ist hauptsächlich am UPIC komponiert. Die klingende Welt des Stücks ist das Ergebnis vieler Stunden des Zuhörens auf die rhythmischen Bewegungen des Windes. In diesem Sinne sollte "L´Autel" als ein Stück über das Phänomen Geräusch gehört werden – seine Nuancen, seine Transparenz, sein Reichtum und seine Turbulenzen..." (B.R.)
Matthew Ostrowski: Vertebra II (1997)
Realisiert im Studio STEIM, Amsterdam"...eine von vielen Möglichen Versionen. Vertebra ist ein Computerprogramm, konstruiert eine Umgebung, ist ein Gerüst, in dem die Aktivität der Sinnproduktion und deren Verankerung weniger einfach illustriert wird, als vielmehr tatsächlich stattfindet..." (M.O.)
Morton Subotnick: Silver Apples of the Moon, Part A (1967)
Realisiert in der School of the Arts, New York UniversitySubotnik komponierte das Stück in Zusammenarbeit mit Donald Buchla, dem Erfinder des "modular voltage controlled synthesizer”. Über ein Steckfeld können verschiedene klangerzeugende Module verbunden werden, die ihre Ergebnisse gegenseitig beeinflussen. Programmierbare, unterschiedlich voraussehbare musikalische Gesten sind das Resultat.
"...meine Art zu Komponieren war in dieser Zeit: täglich für 12 Stunden ins Studio, 6 Tage die Woche. Erzeugen, Zusammenfügen, Denken. Und dann hatte ich am Ende des Jahres das Ergebnis der Arbeit. So ist "Silver Apples" entstanden..." (M.S.)
Florian Hecker: Stocha Acid Zlook (2003)
aus: Sun Pandaemonium, realisiert am eigenen Labtop.Klangregie: Christoph Ogiermann
Veranstaltungsort: Neues Museum Weserburg Bremen
Sorrel Hays: Celebration of No (1982)
Die 1941 in Tennesse geborene Sorrel Hays ist eine Komponistin, der es nach ihrer ersten erfolgreichen Pianistinnenexistenz in der Musik um gesellschaftlichen Kommentar geht. Dass Frauen in aller Welt "Nein!" sagen müssen, daraus hat sie 1982 ein Stück gemacht: "Celebration of No". Mit elektronischen Mitteln werden Frauen-Neins in allen Sprachen zusammengeschnitten, überlagert, verfremdet...Patricia Jünger "Muttertagsfeier" oder Die Zerstückelung des weiblichen Körpers (1984),
Hörstück mit Texten von Elfriede Jelinek
Teresa Rampazzi: Fluxus (1979)
Die italienische Komponistin Teresa Rampazzi bekleidete 1972 als erste Frau einen Lehrstuhl für Computermusik in Padua. Zu ihrem Zugang zur Computermusik sagt sie: "Der Computer erfindet für uns Formen, die keine der Vergangenheit wiederholen, und spiegelt die Philosophie von Herakleitos wieder, wo nichts je zurückkehren kann".Einführung: Ute Schalz-Laurenze
Veranstaltungsort: Neues Museum Weserburg Bremen
Führungen
Die Ästhetik der Gewalt
Donnerstag 09.September, 18.00 Uhr
Olaf Metzel
Sonntag 12.September, 11.30 Uhr
Noble Gäste
Donnerstag 16.September, 18.00 Uhr
AUSSTELLUNGEN
Noble Gäste Meisterwerke der Kunsthalle Bremen
Jemanden in den eigenen vier Wänden willkommen zu heißen, bedeutet im Sinne echter Gastfreundschaft nicht nur r... [mehr]
Olaf Metzel Noch Fragen?
Wenn von der Verbindung der Kunst zum Leben die Rede ist, nehmen die wörtlich aus dem Leben gegriffenen Skulpturen und... [mehr]
Double Rotation Werke aus der Sammlung Lafrenz
Schon bei der Gründung der Weserburg hat die Sammlung Lafrenz das Selbstverständnis und das Erscheinungsbild des... [mehr]
ÖFFNUNGSZEITEN
Dienstag, Mittwoch und Freitag 10-18 Uhr
Donnerstag 10-21 Uhr
Samstag und Sonntag 11-18 Uhr
Montag geschlossen
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EINTRITTSPREISE
Erwachsene EUR 8
Ermäßigt EUR 5
Familien EUR 14
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KONTAKT
0049-(0)421-59839-0
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