ter Hell, Das Ordnung, 1998, Öl auf Leinwand, 180x200cm, Sammlung Böckmann
Ausstellung | 07.11.2015 - 10.04.2016

ter Hell

Werke aus der Sammlung Böckmann
Der in Berlin lebende Maler ter Hell (*1954) entwickelte in den 1980er Jahren eine eigene unverwechselbare Bildsprache. Er vereinigt Elemente des deutschen Informel mit denen des Abstrakten Expressionismus der New Yorker Schule und kombiniert sie mit Elementen der Graffitikunst. So entstehen Werke, die eine ungegenständliche, im direkten Gestus entstehende Malerei mit subkulturellen Ausdrucksformen verbindet. ter Hell integriert immer wieder Satzfragmente und Sprachzeichen, die er auf provokante Weise wie lesbare Botschaften mit der Sprühdose in seine Bilder einfügt. Anders als die damals als en vogue geltenden “Jungen Wilden“, die mit figurativen und teilweise grellfarbigen neoexpressiven Bildern auf sich aufmerksam machten, hält ter Hell an einer ungegenständlichen, aber gleichfalls heftig-gestischen Malerei fest. In dieser Kunst bleibt nach wie vor der Anspruch des Widerständigen, Kritik gegenüber bestehenden Verhältnissen und damit auch eine politische Haltung des Künstlers spürbar und ablesbar. Das macht ter Hell zu einem spannenden und sehenswerten Gegenpol einer Kunstbewegung, die gegenwärtig ein vielleicht zu einseitiges Revival erfährt. [mehr]
Via Lewandowsky, Ruckzuck, 2004, Sammlung Ivo Wessel, VG Bildkunst
Ausstellung | 05.12.2015 - 22.05.2016

Junge Sammlungen 03

»Der Raum zwischen den Personen kann die Decke tragen« - Sammlung Ivo Wessel
Der in Berlin lebende Software-Entwickler Ivo Wessel hat eine unverwechselbare Sammlung zusammengetragen, die konzeptuelle Kunst mit bildhafter Erzählung vereint. Sein besonderes Gespür für Entdeckungen und seine Leidenschaft für eigenwillige Künstlerinnen und Künstler prägen die Sammlung ebenso wie sein starkes Interesse für Literatur und Film. Auffallend ist seine Faszination für das abgründig Groteske, aber auch für humorvolle und poetische Formen, was bereits im Ausstellungstitel anklingt: »Der Raum zwischen den Personen kann die Decke tragen«. Das Zitat aus seinem Lieblingsfilm von Wim Wenders »Der Stand der Dinge« (1982) beschwört die ästhetische Kraft der Kunst, Grenzen zwischen Realität und Erfindung radikal aufzuheben und neu zu denken. Zugleich verweist es auf die Eigenschaft der Kunst, Sinnzusammenhänge und Beziehungen zwischen den Menschen zu stiften. Gleich mehrere Videoarbeiten, Fotoserien und Objekte erzählen und (re)konstruieren eindrückliche Geschichten. Sie reichen von melancholischen bis hin zu überaus komischen Bildwelten. In ihrer Gesamtheit geben sie einen überraschend zutreffenden Einblick in unsere Gegenwart. [mehr]
Horst Müller: Zenith Deckenuhr (1990); Privatbesitz © Horst Müller
Ausstellung | Ab 30.01.2016

Künstlerräume

Die Weserburg präsentiert in einer spannungsreichen Abfolge zum dritten Mal neue Künstlerräume. Selbstbewusst stellen die Künstlerinnen und Künstler ihre Werke und Konzepte zur Debatte. Die Ausstellung gibt damit einen Einblick in die Vielfalt und Qualität künstlerischer Produktion heute, welche sich eindrucksvoll in den Sammlungen der Weserburg abbilden. Gerade in den dabei zu Tage tretenden Unterschieden, Widersprüchen und Entgegnungen reagieren die Künstlerräume der Weserburg auf die Komplexität heutiger Welterfahrung. Mehrere ausgewählte Räume sind von den Künstlerinnen und Künstlern speziell für diese Ausstellung eingerichtet worden und können als beeindruckende Installationen nur hier vor Ort gesehen werden. [mehr]
Schattenspiele im Kindermuseum, Foto: C. Hoppens
Ausstellung | 20.09.2015 - 14.02.2016

Gestatten, ich bin dein Schatten!

Eine Mitmachausstellung für alle ab 4
Das kek Kindermuseum präsentiert seine 13. Mitmachausstellung "Gestatten, ich bin dein Schatten! Bilder, Geschichten und Theater" - Der Schatten ist unser ständiger Begleiter. Mal steht er neben uns, mal geht er hinter uns, mal ist er ein Riese, mal ein Zwerg. Kleinere Kinder lieben es mit ihrem Doppelgänger zu spielen: Sie versuchen ihn zu überlisten und physikalische Gesetze außer Kraft zu setzen. Größeren dient er gerne als Projektionsfläche für ein anderes Ich. In den verschiedenen Stationen der Mitmachausstellung ist der Schatten als Spielpartner erlebbar und wird als Projektion und Inspiration erfahrbar. Ein umfangreiches Begleitprogramm mit Führungen, Aktionen und Workshops entsteht zusammen mit darstellenden und bildenden Künstlern, sowie verschiedenen Kultureinrichtungen der Stadt Bremen. [mehr]
Das Spiel beginnt: Brautpaar; Foto: © Weserburg
Ausstellung der Werkstatt Kunst | 05.02.2016 - 29.02.2016

Das Spiel beginnt!

Bewegen – verändern – verwandeln
Ein Schulhalbjahr lang haben sich die Schülerinnen und Schüler der 7. Klasse vom Kippenberg-Gymnasium, der 8. Klasse der Oberschule an der Julius-Brecht-Allee und der 13. Klasse der doppelqualifizierenden Bildungsgänge der Europaschule Sek II Utbremen mit diesen Fragen im Rahmen des Kunstprojekts Das Spiel beginnt! Bewegen – verändern – verwandeln beschäftigt. Das Spiel begann mit Ausstellungsbesuchen, Werkbetrachtungen, Wahrnehmungsübungen und kleineren praktisch-experimentellen Einheiten vor Kunstwerken in der ständigen Sammlung der Weserburg. Von Maschinenkunst und Objektkunst über Zeichnung bis hin zu Klanginstallationen - mit den unterschiedlichsten Medien kann das Thema der Bewegung/Veränderung/ Verwandlung aufgegriffen werden. Am Ende des Projekts zeigen die Schülerinnen und Schüler nun ihre eigenen Werke, die sie zum Thema entwickelt haben: Von fotografischen Arbeiten, die unser Werden und Vergehen auf poetische Art und Weise befragen, über bewegbare Objekte bis hin zu interaktiven Soundinstallationen. [mehr]
Ausstellung Studienzentrum | 30.10.2015 - 14.02.2016

Unter dem Radar

Underground- und Selbstpublikationen 1965 – 1975
»Der ungeliebte Begriff ›Underground‹ umfasst Hippies, Beats, Mystiker, Durchgeknallte, Freaks, Yippies, Verrückte, Exzentriker, Kommunarden und alle, die starre politische Ideologien ablehnen (›Das ist eine Geisteskrankheit‹) und überzeugt sind, dass die Bastille schon von selbst fallen wird, wenn sie nur ihr eigenes Hirn sprengen«, schreibt Richard Neville 1970 in seinem Buch Play Power – Exploring the International Underground. Er war Mitbegründer eines jener Magazine, die maßgeblich wurden für den „Import“ des Modells „Underground“ aus den USA: Oz, neben it – international times das einflussreichste europäische Magazin einer dämmernden counter culture.[mehr]
Aus: Géza Perneczky: Mirrors 1973
Ausstellung Studienzentrum | 29.01.2016 - 24.04.2016

Géza Perneczky

concepts like commentary
Die Ausstellung widmet sich dem konzeptionellen Werk des in Ungarn geborenen Künstlers Géza Perneczky, das er seit Anfang der 1970er Jahre geschaffen hat. Er entwickelte Konzept-Arbeiten, konzeptuelle Fotografien und Künstlerbücher. Perneczkys Kunstwerke können nicht nur in der Konzeptkunst verortet werden, sondern auch in der Mail Art und der späten Fluxusbewegung. Seine Werke sind international in bedeutenden Sammlungen vertreten. Mit der Ausstellung soll Géza Perneczky nicht nur anlässlich seines 80. Geburtstages Ende Mai diesen Jahres geehrt werden, sondern ihm gilt zugleich Dank für die Schenkung seines bedeutenden Soft Geometry Archives an das Zentrum für Künstlerpublikationen. [mehr]
Robert Therrien: Ohne Titel (Butterfly), 1990, Sammlung Lafrenz © VG Bild-Kunst, Bonn 2010
Kunstwerke aus den Sammlungen

Double Rotation

Sammlung Lafrenz
Schon bei der Gründung der Weserburg hat die Sammlung Lafrenz das Selbstverständnis und das Erscheinungsbild des Sammlermuseums inmitten der Weser maßgeblich geprägt. Der Hamburger Apotheker Dr. Klaus Lafrenz hatte bereits seit den 1970er Jahren eine überzeugende und unverwechselbare Sammlung von Schlüsselpositionen der Minimal Art, Konzeptkunst, Arte Povera und verwandter Kunstströmungen aus den USA und Europa zusammengetragen. Auffallend war eine damals wie heute das Werk ausmachende Befragung der Medien und Materialien und der Grundbedingungen der Wahrnehmung durch die Künstler. In der Tat stellen die meisten der Lafrenz’schen Bilder, Skulpturen und Installationen nichts im mimetischen Sinne dar, sie bilden nichts ab, was außerhalb ihrer Selbst existieren könnte. Sie schaffen stattdessen auf sinnliche Weise unverwechselbare Situationen und Konfrontationen, welche sich sofort auf den Raum und schließlich auch auf den Betrachter übertragen. [mehr]

Aktuelles

11. Februar, 18 Uhr, Programmänderung: Künstlergespräch mit Ingo Vetter fällt wegen Krankheit aus. Führung mit dem Kurator findet wie geplant statt.

Führungen

Künstlerräume
Donnerstag 11.Februar, 18.00 Uhr 

Never odd or even. Eine Rauminstallation von Barbara Bloom
Sonntag 14.Februar, 15.00 Uhr 

Positionen zeitgenössischer Malerei - von Alan Charlton bis ter Hell
Donnerstag 18.Februar, 18.00 Uhr 

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Shop

ter Hell
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ÖFFNUNGSZEITEN

Dienstag bis Sonntag 11-18 Uhr
Donnerstag 11-20 Uhr
Montag geschlossen
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EINTRITTSPREISE

Erwachsene EUR 8
Ermäßigt EUR 5
Familien EUR 14
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KONTAKT

0049-(0)421-59839-0
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